Wer ist Mona Lisa? – Identifizierung einer Unbekannten mit Hilfe historischer Quellen
als Buch bei amazon.de: 172 Seiten, mit Stammtafeln und 136 Bildern (130 Bilder in Farbe), Independently published, 1. Auflage, ISBN 978-1-9831-3666-5, € 29,31
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Maria Anna Viktoria war das siebte Kind des spanischen Königs Philipp V. (1683-1746). Ihre Mutter war Philipps zweite Gattin Elisabetta Farnese. Maria Anna Viktoria erblickte am 31. März 1718 das Licht der Welt und starb am 15. Januar 1781.
Gegen Ende des Jahres 1721 beschlossen Spanien und Frankreich, Frieden zu schließen, und sie wollten diesen Frieden mit einer Dreifachhochzeit festigen. Der spanische Thronfolger Ludwig I. (1707-1724), der ältere Halbbruder von Maria Anna Viktoria, hatte die französische Prinzessin Louise Elisabeth d'Orléans (1709-1742) zu ehelichen, Karl III. (1716-1788), der älteste Bruder von Maria Anna Viktoria, wurde mit Philippine Elisabeth von Orléans (1714-1734) verlobt, und der elfjährige französische König Ludwig XV. sollte sich mit der spanischen Prinzessin Maria Anna Viktoria, die am 2. März 1722, kurz vor ihrem vierten Geburtstag, in Paris eintraf, wenn sie das Alter zum Geschlechtsverkehr aufwies, vermählen. "The exchange of princesses was carried out on the Basque frontier between the two countries, on the Isle of Pheasants, on 9 January 1722; the prince of Rohan accompanied Louise Elizabeth, and the marquis of Santa Cruz the Infanta. When the latter was handed over, she burst into tears and refused to go. At least in the Spanish court, there were many who criticised the inopportune arrangement involving such young children." (in: Henry Kamen: Philip V of Spain – The King who reigned twice, id., p. 132).
Maria Anna Viktoria war am französischen Hof wegen ihrer Höflichkeit und Freundlichkeit sehr beliebt, nur nicht bei ihrem eigentlich geplanten Gatten, dem französischen König Ludwig XV., der sie für langweilig und für zu brav hielt. Liselotte von der Pfalz, die Herzogin von Orléans, schrieb am 12. April 1722 über sie: "Unsere kleine Infantin [Maria Anna Viktoria] ist zweifellos das hübscheste Kind, das ich meiner Lebtag gesehen habe. Sie hat mehr Witz und Verstand als eine Person von zwanzig Jahren; dabei bewahrt sie sich aber doch die Kindlichkeit ihres Alters: das ist eine sehr angenehme Mischung." Und Liselotte von der Pfalz teilt uns zwei Erlebnisse mit, die sie am 8. und am 26. April 1722 mit der Infantin hatte: "Ich bin in großen gnaden bey I. L., macht mich in einen großen seßel sitzen, nahm ein pupentabouret, setzt sich nahe bey mir und sagte: 'Hört mir zu! Ich muß Euch ein kleines Geheimnis verraten.' Wie ich mich gebuckt, springt sie mir ahm halß undt küst mich auf beyde backen.' ... 'Daß liebe kindt that ihre pupe weg undt lieff mir mitt offnen armen entgegen, wieße mir ihre pupe undt sagte in lachen zu mir: 'Ich sage allen Leuten, daß diese Puppe mein Sohn ist, aber Euch Madame, kann ich wohl sagen, daß es nur ein Kind aus Wachs ist.'" (in: Dirk Van der Cruysse: „Madame sein ist ein ellendes Handwerk“: Liselotte von der Pfalz – eine deutsche Prinzessin am Hof des Sonnenkönigs, S. 627).
Im März 1725, nachdem Maria Anna Viktoria drei Jahre lang am französischen Hof gelebt hatte, entschied man sich dort, dass der französische König Ludwig XV. eine andere Frau heiraten sollte. So wurde Maria Anna Viktoria zurück zu ihren Eltern nach Spanien geschickt. Wie alle Prinzessinnen in solch einer Situation litt die kleine spanische Prinzessin sehr unter dieser Zurückweisung. Am 19. Januar 1729 heiratete sie schließlich den zukünftigen portugiesischen König Joseph I. (1714-1777), dem sie vier Töchter schenkte, u. a. die nächste Königin von Portugal, ihre erste Tochter Maria (1734-1816).

Wer ist Mona Lisa? – Identifizierung einer Unbekannten mit Hilfe historischer Quellen
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Frauen in der Renaissance – 30 Einzelschicksale
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Der Alltag im Mittelalter 352 Seiten, mit 156 Bildern, ISBN 3-8334-4354-5, 2., überarbeitete Auflage 2006, € 23,90

Zeitreise 1 – Besuch einer spätmittelalterlichen Stadt
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und als E-Book

Agrippina die Jüngere – Die große römische Politikerin und ihre Zeit
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Die Frauen der Sforza II: Caterina Sforza - Die Amazone der Sforza und die Muse von Botticelli
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Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci
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Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza
nur als Buch (Farbband) bei amazon.de: 294 Seiten, mit Stammtafeln und 243 Bildern, Independently published, 1. Auflage 2020, ISBN 978-1-6515-0580-9, € 51,02