Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza
nur als Buch (Farbband) bei amazon.de: 294 Seiten, mit Stammtafeln und 243 Bildern, Independently published, 1. Auflage 2020, ISBN 978-1-6515-0580-9, € 51,02
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Erneut haben die Kunsthistoriker es geschafft, für Verwirrung zu sorgen. Mittlerweile liest man auf der englischen Wikipedia, dass Sforza Maria Sforza am 18. August 1451 das Licht der Welt erblickte. Bis zum Jahr 2020 blieb das Geburtsjahr, geschweige denn der Tag und der Monat, ein Geheimnis (wie übrigens auch für seinen älteren Bruder Filippo Maria), da sie in einer Zeit geboren wurden, als ihre Eltern, Francesco Sforza und Bianca Maria Visconti, in einer gefährlichen politischen und militärischen Krise steckten. Wir wissen nur, dass sie zwischen 1446 und 1449 geboren wurden, und dass Filippo Maria der Ältere der beiden war. Im Jahr 2020 lesen wir nun bei der Kunsthistorikerin Jeryldene M. Wood in ihrem Buch "Ippolita Maria Sforza - The Renaissance Princess who linked Milan and Naples" (published in Jefferson, North Carolina 2020) in einer Fußnote (Fußnote 7) Folgendes: "Filippo Maria born in Pavia in December 1449; followed by Sforza Maria at Vigevano (where they had gone to escape the plague) in August 1451; and Ludovico Maria in Milan in August 1452 ..." (S. 240). Aber es fehlt die Angabe der zeitgenössischen Quelle, die diese Behauptung unterstützt. Warum wurde diese wichtige historische Information überhaupt in eine Fußnote gesteckt? Fußnoten sollen eine Aussage im Text unterstützen, indem man z. B. eine zeitgenössische Quelle für eine Aussage hinzufügt. Ludovico Maria, der in seiner Zeit "Lodovico Maria" geschrieben wurde, wurde im Jahr 1451 geboren. Der Tag und der Monat sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. Aber sein spezieller Heiliger ist uns bekannt. Es war der Heilige Mauritius. Somit muss er am 22. September, am Tag des Heiligen Mauritius, 1451 das Licht der Welt erblickt haben. Sforza Maria Sforza wurde im Jahr 1464 mit dem Herzogtum von Bari belehnt. Er hatte daher im Jahr 1464 mindestens 14 Jahre alt sein müssen und konnte deshalb in diesem Fall spätestens im Jahr 1450 das Licht der Welt erblickt haben. Wo stammen also diese Daten der Kunsthistorikerin her? Und warum kopieren so viele diese Daten, die durch keine historische Quelle bestätigt werden und gegen die historische Fakten sprechen, die wir von Sforza Maria und Lodovico Maria il Moro besitzen?
Übrigens widerspricht sich die Autorin selbst: "In a letter [von Ippolita Maria, der älteren Schwester von Sforza Maria] sent to Bianca Maria [Visconti, ihrer Mutter] from her grandmother's [Agnese del Mainos] residence at Abbiategrasso on September 29, 1455, she [Ippolita Maria] gave a cheery account of attending a baptism on the previous day, along with her six-year-old brother Filippo Maria and their half-sister Drusiana." (in: Jeryldene M. Wood: Ippolita Maria Sforza - The Renaissance Princess who linked Milan and Naples, id., p. 47). Wenn laut der Autorin Filippo Maria jedoch erst im Dezember 1449 geboren wurde, kann er am 28. September 1455, am Tag der Taufe, nicht bereits 6 Jahre gewesen sein. Dann liegt sein Geburtsjahr, wenn er in der Tat im Monat Dezember geboren wurde, im Jahr 1448.
Sforza Maria Sforza war im Jahr 1455 mit Leonora oder Eleonore von Aragon (1450-1493), der ältesten Tochter von Ferrante (oder Ferdinand I.) von Aragon, König von Neapel, verlobt worden. Im Oktober 1465 fand ihre Hochzeit in Neapel statt. Sforza Maria Sforza muss zu diesem Zeitpunkt das Heiratsalter für Männer von 16 Jahren erreicht haben (seine Geburt muss daher spätestens im Jahr 1449 gewesen sein), aber die Ehe der beiden wurde noch nicht körperlich vollzogen. Wir müssen daher davon ausgehen, dass bei Eleonore noch nicht die Periode (bzw. Regelblutung) eingesetzt hatte, was zu dieser Zeit als ein Zeichen der Reife der Frau betrachtet wurde. Eleonore blieb auch nach der Eheschließung bei ihrem Vater in Neapel. Ihre Ehe wurde letztendlich am 15. Oktober 1472 für ungültig und aufgelöst erklärt. Ihr Vater, der neapolitanische König Ferrante, hatte schon gegen Ende der 60er Jahre des 15. Jahrhunderts einen "besseren" Gatten für seine älteste legitime Tochter gesucht. Eigentlich wollte er sie mit dem ungarischen König Matthias Corvinus vermählen, der jedoch, nachdem ihm ein Porträt von Eleonore geschickt worden war, sie für zu hässlich hielt und schließlich um ihre jüngere Schwester Beatrice warb.

Die Frauen der Sforza I: Bianca Maria Visconti – Die Stammmutter der Sforza
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Die Frauen der Sforza II: Caterina Sforza - Die Amazone der Sforza und die Muse von Botticelli
nur als Buch (Farbband), bei amazon.de: 320 Seiten, mit Stammtafeln und 153 Bildern, Independently published, 1. Auflage 2021, ISBN 979-8-7119-9157-1, € 44,73

Wer ist Mona Lisa? – Identifizierung einer Unbekannten mit Hilfe historischer Quellen
als Buch bei amazon.de: 172 Seiten, mit Stammtafeln und 136 Bildern (130 Bilder in Farbe), Independently published, 1. Auflage, ISBN 978-1-9831-3666-5, € 29,31

Lucrezia Borgia – Das Leben einer Papsttochter in der Renaissance
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als E-Book bei amazon.de erhältlich, ca. 1.000 Seiten mit Stammtafeln und 292 Bildern, € 29,89

Frauen in der Renaissance – 30 Einzelschicksale
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ab Dezember 2014 als E-Book in überarbeiteter Version bei amazon.de erhältlich, mit 346 Bildern (davon 268 in Farbe), € 18,03

Agrippina die Jüngere – Die große römische Politikerin und ihre Zeit
als Buch bei amazon.de: 260 Seiten, mit Stammtafeln und 59 SW-Bildern, ISBN 3-8334-5214-5, 2., überarbeitete Auflage, € 17,90
als E-BOOK bei amazon.de: mit Stammtafeln und 70 Bildern, Eigenproduktion 2017, € 13,53


Die Lieblingsrezepte meiner Familie – Liebe geht wirklich durch den Magen (3. Auflage)
bei amazon.de:126 Seiten mit farbigen und schwarz-weißen Bildern, Independently published, ISBN 979-8-7648-5958-3, € 13,28

Der Alltag im Mittelalter 352 Seiten, mit 156 Bildern, ISBN 3-8334-4354-5, 2., überarbeitete Auflage 2006, € 23,90

Zeitreise 1 – Besuch einer spätmittelalterlichen Stadt
als Buch, Independently published, 264 Seiten, 93 SW-Bilder, € 12,54, ISBN 978-1-5497-8302-9
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Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler Leonardo da Vinci
488 Seiten, 322 Abbildungen und Stammtafeln, €49.90 (Format 21 x 27 cm)

Anna von Sachsen – Gattin von Wilhelm von Oranien
124 Seiten, mit Stammtafeln und 64 SW-Bildern, ISBN 978-1-9733-1373-1, 4. überarbeitete Auflage, € 7,80
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Margarete von Österreich – Die burgundische Habsburgerin und ihre Zeit
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