Wer ist Mona Lisa? – Identifizierung einer Unbekannten mit Hilfe historischer Quellen
als Buch bei amazon.de: 172 Seiten, mit Stammtafeln und 136 Bildern (130 Bilder in Farbe), Independently published, 1. Auflage, ISBN 978-1-9831-3666-5, € 29,31
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Claudia war das neunte und jüngste Kind von Ferdinand I. de' Medici, dem Großherzog von der Toskana, und seiner Gattin Christina von Lothringen Sie war nach ihrer Großmutter mütterlicherseits, Claude von Frankreich (1547-1575), der Herzogin von Lothringen, genannt worden.
Nach dem Tod ihres Vaters, des Großherzogs Ferdinand I. de' Medici von der Toskana, im Jahr 1609 gab ihre Mutter, Christina von Lothringen, ihre vier Töchter ins Benediktinerinnenkloster delle Murate zur Erziehung. Claudia, zu diesem Zeitpunkt erst vier Jahre alt und bereits mit Federigo Ubaldo della Rovere (1605-1623) verlobt, hatte dort zusammen mit ihren drei Schwestern Eleonore (1591-1617), Caterina (1593-1629) und Maria Magdalena (1600-1633) sechs Jahre lang leben müssen. Aber sie schien diese Zeit im Kloster genossen zu haben, denn sie hatte hier ihre Liebe zur Musik und Malerei entdeckt und lernte die Harfe und die Laute spielen. Ihren Verlobten lernte sie schließlich im Oktober 1616 im Palazzo Pitti, ihrem Zuhause seit ihrer Heimkehr zur Mutter, zum ersten Mal persönlich kennen.
Am 29. April 1621 war Claudia mit dem einzigen Sohn des Herzogs Francesco II. Maria della Rovere von Urbino, Federigo Ubaldo della Rovere (1605-1623), verheiratet worden, dem sie eine Tochter gebar: Vittoria della Rovere (1622-1694). Die Ehe mit ihrem ersten Gatten war nicht glücklich. So jung ihr Gatte auch war - er zählte gerade einmal 16 Jahre bei der Eheschließung - besaß er bereits eine Geliebte, eine Schauspielerin, die im gleichen Palast wie Claudia zu leben pflegte. Außerdem streifte Federigo Ubaldo nachts durch die Gassen in Urbino und führte ein sehr lockeres Leben. Aber die Ehe währte nur sehr kurz. Federigo Ubaldo starb bereits am 23. Juni 1623, vermutlich an einem epileptischen Anfall.
Nach dem Tod ihres ersten Gatten verließ Claudia Urbino und kehrte am 19. August 1623 - nun zusammen mit ihrer kleinen Tochter Vittoria - nach Florenz zurück. Ihr neues Zuhause dort war das Dominikanerinnenkloster della Crocetta, in dem sie in einem von ihrer Schwägerin Maria Magdalena von Innerösterreich errichteten Palazzo leben durfte. Am 19. April 1626 wurde Claudia schließlich durch Vermittlung ihrer Schwägerin auch noch die Gattin des Erzherzogs Leopold V. von Österreich-Tirol, einem Bruder der Letzteren, dem sie in der nur sechs Jahre währenden Ehe fünf Kinder schenkte: 1. Maria Eleonore (1627-1629), 2. Ferdinand Karl (1628-1662), 3. Isabella Klara (1629-1685), 4. Sigismund Franz (1630-1665) und 5. Maria Leopoldine (1632-1649). Nach dem Tod ihres zweiten Gatten führte Claudia für ihren noch unmündigen älteren Sohn Ferdinand Karl von 1632 bis 1646 die Regierungsgeschäfte in Österreich-Tirol. Claudias Tochter Vittoria musste nach der erneuten Vermählung ihrer Mutter zwar in Florenz bleiben, aber zwischen Mutter und Tochter herrschte ein reger und herzlicher Briefwechsel.
Ihrem zweiten Gatten, Leopold V. von Österreich-Tirol, war Claudia zum ersten Mal im Frühjahr 1618 begegnet, als jener, der ein Bruder ihrer Schwägerin Maria Magdalena von Innerösterrich war, Letztere in Florenz besucht hatte. Zu dieser Zeit war er jedoch noch Geistlicher. Obwohl er Bischof war, hatte er wie so viele hohe Adlige, die aus finanziellen und dynastischen Gründen Geistliche werden mussten, nur die niedrigste geistliche Weihe, die Subdiakonatsweihe, empfangen, von der ihn Papst Urban VIII. durch einen päpstlichen Dispens am 18. Dezember 1625 befreite. Als Mitgift brachte Claudia ihrem Gatten 300.000 Scudi (= 587.000 Gulden). Leopold V. wünschte zwar eine höhere Summe und behauptete sogar, dass er noch weitere Heiratsangebote erhalten hätte - was eine glatte Lüge war -, gab sich jedoch schließlich mit dieser Geldsumme zufrieden.
Ihre Tanten, Katharina von Lothringen (1573-1648), Äbtissin von Remiremont, und Elisabeth von Lothringen (1574-1635), Kurfürstin von Bayern, zwei jüngere Schwestern ihrer Mutter Christina von Lothringen, besuchten sie häufig in Tirol.
Claudia de' Medici war nach dem Tod ihres zweiten Gatten, Leopold V. von Österreich-Tirol, zusammen mit dessen älterem Bruder, dem Kaiser Ferdinand II., beauftragt, die Regierungsgeschäfte für den noch unmündigen älteren Sohn Ferdinand Karl zu übernehmen, bis jener das Alter von 18 Jahren erreicht hätte.
Wie sehr viele hohe adlige Damen war Claudia de' Medici eine große Hundeliebhaberin. Daher ließ sie sich häufig in ihren Porträts mit einem ihrer Schoßhunde, bei denen es sich um Bologneserhündchen und Löwchen handelte, abbilden.
Wie ihre Ehe mit ihrem Gatten Leopold V. von Österreich-Tirol verlief, wissen wir leider nicht. Zumindest zu Beginn der Ehe war Claudia glücklich über diese Beziehung. So schrieb sie gleich nach ihrer Ankunft in Tirol einen eigenhändigen Brief an ihre Schwägerin Maria Magdalena, die Großherzogin von der Toskana, die diese Ehe mit ihrem Bruder Leopold V. eingefädelt hatte. Sie dankte ihr für diese Heirat "mit einem so großen und höflichen Fürsten, der mich mehr liebt als ich verdiene".
Als Witwe trug Claudia de' Medici nur noch Kleider aus schwarzem Samt und schwarzer Seide.
Ihr Lebensmotto war: Gott sieht alles.
Wie ihr Gatte Leopold V. von Österreich-Tirol förderte sie als Regentin ihres älteren Sohnes den Katholizismus in Tirol und duldete niemanden in ihrem Hofstaat, der mit dem "Lutheranismo" infiziert war. Auch der Calvinismus war in ihrer Herrschaft nicht erlaubt. Am 5. Oktober 1638 befahl Claudia die Abschaffung "dergleichen Unkatholischer Persohnen". Am 28. Januar 1633 hatte sie bereits das Beichtmandat durchgesetzt. Alle Erwachsenen waren in Österreich-Tirol aufgefordert, alljährlich zu Ostern zu beichten. Wer es nicht tat, sollte eine Geldstrafe zahlen und die Beichte innerhalb von 14 Tagen nachholen, andernfalls wurde er des Landes verwiesen. Keine Gnade zeigte sie bei Ehebruch, vielleicht spielen hier ihre eigenen Erfahrungen in ihrer ersten Ehe mit. Unbarmherzig war sie gegenüber sittlichen Vergehen der Geistlichen, wobei die Frauen schwerer bestraft wurden als die männlichen Geistlichen: "Kein Erbarmen zeigte die Regentin [Claudia de' Medici] mit Ursula Kiechl, Köchin und Concubin des Villanderer Pfarrers Blasius Pergamin. Da sich die Pfarrersköchin auch mit dessen Vetter Thomas Pergamin vergangen hatte, zudem noch während der Gefängnishaft vom Pfarrer schwanger wurde und ein Kind gebar, wurde sie zum Tod durch das Schwert verurteilt. Trotz mehrfacher Intervention bestand Claudia im September 1635 auf der raschen Hinrichtung der bereits lange Inhaftierten, um weitere Unkosten zu sparen. Sie bemühte sich auch um die Entfernung des übel beleumundeten Pfarrers." (in: Sabine Weiss: Claudia de' Medici – Eine italienische Prinzessin als Landesfürstin von Tirol (1604-1648), ebenda, S. 220).
Die Heiligen sind wie die Personen auf den Porträtgemälden der Renaissance durch ihre spezifischen Symbole zu identifizieren. Die Symbole für die Heilige Christine von Bolsena sind: der Feuerofen, der Mühlstein, Pfeile, der Rost und Schlangen. Es können zur Identifizierung ein oder mehrere Symbole verwendet werden. Die Symbole für die Heilige Katharina von Alexandria sind: das zerbrochene Rad, der Palmwedel, die Krone, das Buch und das Schwert. Hier in diesem Porträt wurden drei Symbole der Heiligen Katharina von Alexandria benutzt: das zerbrochene Rad, der Palmwedel und die Krone.
In der Mitte befindet sich die Kaiserin Maria von Spanien, die erste Gattin des Kaisers Ferdinand III., mit ihren drei Kindern: ihrem Sohn Ferdinand IV. (1633-1654), ihrer Tochter Maria Anna (1634-1696) und ihrem Sohn Leopold I. (1640-1705) und links die spanische Königin Elisabeth von Frankreich, die erste Gattin des spanischen Königs Philipp IV., mit ihren zwei Kindern: ihrem Sohn Baltasar Carlos (1629-1646) und ihrer Tochter Maria Teresa (1638-1683).

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