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Frohe Weihnachten / Merry Christmas

Eine wunderschöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018 wünscht Ihnen, meine lieben Leser und Leserinnen, Ihre Maike Vogt-Lüerssen von Downunder.

Möge das nächste Jahr für Sie mit Gesundheit, Freude, Spaß, Liebe und netten Überraschungen gefüllt sein! Ganz besonders möchte ich mich bei denjenigen bedanken, die meine Bücher und E-Books gekauft haben und mir damit ermöglichen, meiner großen Leidenschaft, der Geschichte, weiterhin nachgehen zu können.

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27/01/2015

Rezension über mein Buch "Margarete von Österreich

Rezension über mein Buch "Margarete von Österreich - Die burgundische Habsburgerin und ihre Zeit" von der Religionspädagogin Käthe Mondwurf

In ihrem Buch "Margarete von Österreich - Die burgundische Habsburgerin und ihre Zeit" stellt die Autorin Maike Vogt-Lüerssen nicht nur das Leben und Wirken der Margarete dar; sondern sie lässt die Leser teilhaben am großen Weltgeschehen in der Zeit der Renaissance.

Ihre Eltern waren Maximilian I. (später Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) und Maria von Burgund (Tochter des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen). Als Margarete 2 Jahre alt war, verlor sie ihre Mutter durch einen frühen Tod. Margarete kam in die Obhut ihrer hochgebildeten frommen Stiefgroßmutter Margarete von York, die selber keine Kinder hatte. Als Dreijährige wurde die kleine Margarete auf Grund des Friedensvertrages von Arras, den der franz. König Ludwig XI. von Frankreich mit den Flamen geschlossen hatte, mit dem dreizehnjährigen franz. Thronfolger Karl VIII. am 23.6.1483 mit großem Pomp vermählt. Sie lebte nun mit anderen adeligen Kindern am franz. Hof. Ihre Erziehung übernahm die Tochter von Ludwig XI. Anna von Frankreich, die mit dem Grafen Pierre de Beaujeu verheiratet war. Anna wurde in den vier Jahren, die Margarete als Königin am franz. Hof war, wegen ihres diplomatischen Geschickes, ihrer Furchtlosigkeit und ihrer politischen Schläue für die kleine Habsburgerin ein großes politisches Vorbild. Als 1488 Margaretes Vater Maximilian I. die Heirat per procurationum mit der 12jährigen Anne de Bretagne (Erbin des Herzogtum Bretagne) verkünden ließ, ließ die schlaue Regentin Anne von Frankreich die Ehe ihres 21jährigen Bruders König Karl VIII. mit der 11jährigen Königin Margarete, die nie körperlich vollzogen war, annullieren. Erst 1493 durfte die "geschiedene" Königin Margarete Frankreich verlassen und zu ihrer Stiefgroßmutter Margarete von York nach Flandern zurückkehren. Am 19.8.1493 starb ihr armer Großvater Kaiser Friedrich III., nun wurde ihr Vater Maximilian I. zum Kaiser des Hlg. Römischen Reiches Deutscher Nation proklamiert. 1495 beschloss dieser, seine beiden Kinder Phillip und Margarete gewinnbringend zu vermählen. Als Ehekandidaten boten sich die beiden Kinder des spanischen Herrscherpaares Isabella die Katholische von Kastilien-Leon und Ferdinand II. von Aragon an, nämlich der Thronerbe Juan und die Prinzessin Johanna. Im März 1497 traf die junge "Witwe" Margarete am span. Hof ihren 18jährigen Bräutigam Juan, der für Margarete gleich große Liebe empfand. Nach der Hochzeit ging das Gerücht, Don Juan sei der Liebestollheit verfallen. Doch im Sept. 1497 erkrankte Juan sehr schwer und im Okt. starb er. Margarete verlor im Nov., im sechsten Monat schwanger, ihren Sohn. Noch 2 Jahre blieb Margarete in Spanien, sie diente ihrer Schwiegermutter, der hochbegabten Politikerin und energischen Kriegsherrin Isabella, als Dolmetscherin und gewann somit Einblick in wichtige Fragen der Politik und Verwaltung. Am 4. 3. 1500 traf Margarete in Genf ein. Ein Jahr später musste sie sich, auf Wunsch ihres Vaters mit dem 21jährigen Herzog Philibert von Savoyen, einem Bruder ihrer Freundin Louise v. Savoyen, vermählen. 1501 heiratete sie ihren dritten Gatten, den hübschen Philibert, und empfand große Liebe für ihn.

Im Gegensatz zu Margarete hatte Philibert keine geistigen Interessen und so übernahm Margarete seine Staatsgeschäfte. Sie kurbelte die Wirtschaft an und versuchte auch politisch Savoyen aus den nie enden wollenden Kriegen zwischen Deutschland und Frankreich herauszuhalten. Im Jahre 1504 starb auch ihr dritter Gatte. Nun trug die erst 24jährige die Witwenhaube und war nicht mehr bereit, sich fortan von ihrem Vater vermählen zu lassen. Nachdem 1506 ihr Bruder gestorben war, übernahm sie die Erziehung seiner Kinder. 1507 bot ihr Vater, der Kaiser Maximilian I., ihr das Amt der Statthalterschaft über die Niederlande an. Sie nahm ihr Amt sehr ernst. Um ihre Wünsche durchzusetzen, verzichtete sie auf das Mittel Krieg und benutzte ihre gutdurchdachte kluge Diplomatie. Die Erziehung ihrer Nichten und ihres Neffen Karl, dem späteren Kaiser, übernahm sie mit großem Ernst. Da sie selber aus ihren Ehen keine Kinder hatte, sah sie in ihnen ihre eigenen Kinder. 1515 wurde ihr Neffe Karl für mündig erklärt und zum Herzog von Burgund und den Niederlanden erhoben. Nun wurde Margarete als Regentin nicht mehr gebraucht. Das änderte sich, als ihr Neffe Karl 1516 nach dem Tod seines Großvaters Ferdinand II. die Regierungsgeschäfte in Spanien übernehmen musste. Da bekam Margarete erneut einen Teil der Regierungsgewalt in den Niederlanden übertragen. Margarete betrieb nun mächtig Wahlkampagne, um Karl nach dem Tode ihres Vaters als Kaiser zu proklamieren. Aus Dankbarkeit erhielt sie von Karl alle Rechte einer Regentin und durfte somit das große Staatssiegel selbstständig führen.

1519 wurde ihr Neffe Karl V. in Aachen zum Kaiser des Hlg. Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt. In den kommenden Jahren versuchte Margarete als Mater familias mit einem autoritären politischen Führungsstil nach dem Motto, "So lautet mein Wille", trotz aller Privilegien einen straffen niederländisch burgundischen Staat zu schaffen. Ihr größter diplomatischer Erfolg war der sogenannte Damenfrieden, den sie mit ihrer ehemaligen Freundin Louise von Savoyen, der Mutter des franz. Königs Franz I., schloss. Sie als "Mutter" des Kaisers verstand es aus einer noch so ausweglosen Verwicklung in einem Gespräch einen Vertrag zum Frieden zu schaffen.

Was wäre wohl aus der Weltgeschichte geworden, wenn Margarete von Österreich (die nie in Österreich war) nicht ihre Fäden gezogen hätte und somit politisch kräftig mitgemischt hat. Maike Vogt-Lüerssen schreibt in ihrem Buch sehr verständlich bis ins kleinste Detail über die Herrscherdynastien, über ihre Verfahrensweise, wie man schon die Kinder benutzte um Macht und Ländereien zu vergrößern. So schreibt Maike Vogt-Lüerssen nicht nur über das Leben und Wirken der Margarete, sondern sie beschreibt ganz ausführlich und äußerst interessant die Zusammenhänge (wer mit wem, und warum - ob mit oder ohne Liebe - und wie denn das einstige mächtige Burgund seinem Ende entgegen ging). Man muss es gelesen haben, dieses große Werk, um danach erstaunt festzustellen, dass es eine Frau war, die in der europäischen Geschichte so viel bewegt hat. Leser, die sich über die politischen Machtverhältnisse, die Entwicklung und den Glaubensfanatismus in der Religion und den Machenschaften der herrschenden Dynastien in den europäischen Staaten zu jener Zeit informieren wollen, ist das Buch Margarete von Österreich sehr zu empfehlen.

Käthe Mondwurf, Religionspädagogin

als Buch und E-book
Buch Cover 'Margarete von Österreich'

Margarete von Österreich – Die burgundische Habsburgerin und ihre Zeit

seit November 2017 als Buch in überarbeiteter Version bei amazon.de erhältlich, 492 Seiten, mit 216 sw Bildern, € 22,06; ISBN 978-1-9731-9249-7

als E-BOOK bei amazon.de mit Stammtafeln und 219 Bildern, davon 149 in Farbe, Eigenproduktion 2014, € 18,41