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Begegnungen mit Zeitgenossen der Renaissance

Inhaltsverzeichnis

Lucas Cranach der Ältere: Johannes Bugenhagen, 1537


Johannes Bugenhagen

Johannes Bugenhagen kam 1485 als Sohn eines Bürgers in Pommern zur Welt. Bevor er ein Anhänger Martin Luthers wurde und sich zum protestantischen Glauben bekannte, diente er der katholischen Kirche als Prämonstratensermönch. Nachdem er sein Kloster verlassen hatte, verdiente er sich zunächst als Schulrektor seinen Lebensunterhalt, bis er sich im Jahre 1521 in Wittenberg niederließ und im Jahre 1523 Pfarrer an der dortigen Stadtkirche wurde. Als Beichtvater von Martin Luther hatte er diesen oft von dessen tiefen Depressionen und Anfechtungen zu befreien.

Von seinen Zeitgenossen wurde Johannes Bugenhagen, der als hochgewachsener und „knochiger“ Mann beschrieben wurde und der stets voller Energie ans Werk ging und ohne viel Skrupel lebte, als Meister in Organisations- und Verfassungsfragen bezeichnet. Mit einer Magd des Juristen Dr. Schurff war er sehr glücklich verheiratet.

1537 bat ihn Christian III. von Dänemark, die dänische Kirche zu reorganisieren. Johannes Bugenhagen verließ daraufhin Deutschland und veröffentlichte in Dänemark nach zwei Jahren intensiver Arbeit 1539 eine neue Kirchenordnung, die noch heute die Grundlage der dänischen Verfassung ist. Im Jahre 1558 starb er schließlich im Alter von 73 Jahren. (zwei weitere Abbildungen von ihm: Abb. 231 und Abb. 232)

Abb. 231: Johannes Bugenhagen

Abb. 232: Johannes Bugenhagen (links) und sein Freund Martin Luther, dessen Beichtvater er auch war