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Frohe Weihnachten / Merry Christmas

Eine wunderschöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018 wünscht Ihnen, meine lieben Leser und Leserinnen, Ihre Maike Vogt-Lüerssen von Downunder.

Möge das nächste Jahr für Sie mit Gesundheit, Freude, Spaß, Liebe und netten Überraschungen gefüllt sein! Ganz besonders möchte ich mich bei denjenigen bedanken, die meine Bücher und E-Books gekauft haben und mir damit ermöglichen, meiner großen Leidenschaft, der Geschichte, weiterhin nachgehen zu können.

Sprichwörter, Sprüche, Weisheiten und kleine Geschichten

Zu den Themen „Liebe“, „Freundschaft“, „Nächstenliebe“ und „Abbau von Vorurteilen“

Heimat ist für mich überall dort, wo ein Mensch ist, zu dem ich kommen kann, ohne gefragt zu werden, weshalb ich komme; wo ich nicht begründen muss, weshalb ich da bin; der mir einen Tee anbietet, weil er weiß, dass ich Tee trinke, und wo ich bei dieser Tasse Tee schweigen darf.“

Verfasser leider unbekannt

Ich weiß nicht, ob es Spaß war oder Ernst, als Du mich fragtest, ob ich auch in der Nacht von Dir träume. Als ich verneinte, hab' ich nicht gelogen, wenngleich ich für mich behielt, dass ich fast jeden Tag von Dir träume.“

Verfasser leider unbekannt

Es gibt Momente,
da wünsche ich,
ich wäre Sonnenstrahlen
für dich
Sonnenstrahlen, die deine Hände wärmen
deine Tränen trocknen
Sonnenstrahlen, die dich an der Nase kitzeln
und dich zum Lachen bringen
Sonnenstrahlen, die deine dunklen Winkel
in deinem Innern erleuchten
deinen Alltag in helles Licht tauchen
die Eisberge um dich zum Schmelzen bringen.“

Verfasser leider unbekannt

Typisch!

Eine ältere Frau kauft sich im Schnellrestaurant eine Suppe. Sie trägt den dampfenden Teller an einen der Stehtische und hängt ihre Handtasche darunter. Dann geht sie noch einmal zur Theke, um einen Löffel zu holen. Als sie zurückkehrt, sieht sie am Tisch einen dunkelhaarigen Mann, der ihre Suppe löffelt. „Typisch Ausländer, was fällt dem ein?!“, denkt die Frau empört. Sie drängt sich neben ihn, sieht ihn wütend an und taucht ihren Löffel ebenfalls in die Suppe. Sie sprechen kein Wort, aber nach dem Essen holt der Mann für sie beide Kaffee und verabschiedet sich dann höflich. Erstaunt bedankt sich die Frau mit einem Lächeln. Als sie ebenfalls gehen will, hängt ihre Handtasche nicht mehr am Haken unterm Tisch. Also doch ein hinterhältiger Betrüger. Das hätte man sich doch gleich denken können! Mit rotem Gesicht schaut sie sich um. Er ist verschwunden. Aber am Nachbartisch sieht sie ihre Handtasche. Und einen Teller Suppe, inzwischen kalt geworden.

aus meinem Lieblingsbuch: Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten. Andere Zeiten e.V., Hamburg 2005

Vor der Einsamkeit
nicht fliehen
in die Einsamkeit
sich nicht flüchten.

Sie von Zeit zu Zeit
suchen
und aushalten
und
der Heilung
eine Chance geben.“

Verfasser leider unbekannt

Kahil Gibran über das Recht der Kinder auf ein eigenes Leben

„Deine Kinder sind nicht deine Kinder. Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht. Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen. Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber versuche nicht, sie dir gleich zu machen. Denn das Leben geht nicht rückwärts, und verweilt nicht im Gestern.“

Kahil Gibran (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Maler, Dichter und Philosoph

Ich sehe dich an
und weiß
du brauchst
nur einen Blick
der dich ermuntert
dich zu öffnen
dich anzuvertrauen
herauszutreten.

Ich zögere
und bei dir fällt leise
die kaum
geöffnete
Tür
ins Schloss.“

Verfasser leider unbekannt

Du streichelst mein Haar.
Ich spüre deine Hand
und in mir
wird ein Gefühl stark:
Mich ganz einzukuscheln
in diese Hand,
darin liegen und geborgen sein
ohne Angst,
du könntest sie
zu fest zusammendrücken
oder zum Wegwerfen öffnen.“

Verfasser leider unbekannt

Eine Liebeserklärung aus dem 14./13. Jahrhundert v. Chr.

Das Mädchen spricht:
„Deine Hand liegt auf meiner Hand,
meinem Leibe ist wohlgetan.
Mein Herz ist in Freude,
weil wir zusammen gehen.
Deine Stimme zu hören ist mir Süßwein.
Ich lebe davon, sie zu hören.
Jeder Blick, mit dem ich angesehen werde,
nützt mir mehr als Essen und Trinken.“

in: Papyrus Harris 500, zur Zeit des Pharaos Sethos I., um 1303-1290 v. Chr.

Eine Liebeserklärung, geschrieben in unserer Zeit

Wunderlieb
„Ich hab dich wunderlieb
ich hab dich herzensgern
ich nenn dich erster Abendstern
du strahlst weitfern
wo kommst du plötzlich her
was triffst du mich so sehr
wie brauch ich dich noch mehr
ich hab dich wunderlieb
ich hab dich seelennah
alle Zeit mit dir ist Jubeljahr
ich hab dich wunderlieb
ich sehnsuch, finde und dann lieb ich dich“

Christina Brudereck

Nach Sturmfahrten
und Flautentreiben
auf der hohen See des Lebens
sehne ich mich danach
bei dir meine Anker zu werfen
die Segel zu streichen
die Ruder einzuziehen
das Steuerrad aus der Hand zu geben
in deinen Hafen einzulaufen
bei dir anzulegen
festen Boden unter den Füßen zu spüren
beim Anblick
deiner offenen Arme.“

Verfasser leider unbekannt

Wie oft hast du dein Lebensnetz
hoffnungsvoll ausgeworfen
eine heilende Hand
ein liebendes Wort
eine zärtliche Geste
ein geduldiges Ohr
zu erhalten.
Wie oft hast du dein Lebensnetz
leer wieder eingeholt –
nicht müde werden
sondern das Netz ausbessern
und wieder auswerfen
es liegt an den nicht heilenden Verwundungen
dass manches
das dir geschenkt wird
dir entgeht
bevor du es erkennen kannst.“

Verfasser leider unbekannt

Eines Menschen Heimat ist auf keiner Landkarte zu finden, nur in den Herzen der Menschen, die ihn lieben.“

Verfasser leider unbekannt

Das Zuhause sein
teilen
mit dem
der kommt
Fremder oder Freund
einfach ein wenig
Geborgenheit
verschenken.“

Verfasser leider unbekannt

Sapphos Gefühlswelt beim Blick auf den Geliebten

„... denn wenn ich zu dir hinüber
Rasch nur schaue, versagt mir bereits
die Stimme,
Und meine Zunge
Liegt wie von Fesseln gelähmt, es rieselt
mir plötzlich
Unter der Haut entlang ein flüchtiges Feuer,
Trübe wird mir das Augenlicht, in den Ohren
Saust es wie Sturmwind,
Schweiß überströmt meine Glieder, am ganzen Körper
Fasst mich ein Zittern, fahler als keimende Sprossen
bin ich ...“

Sappho (geboren zwischen 630 bis 612 v. Chr., gestorben um 570 v. Chr.), antike griechische Dichterin

Jeremy Taylor über die Liebe eines Ehepaares

„Eheliche Liebe ist ein Ding, rein wie das Licht, heilig wie ein Tempel, ewig wie die Welt. Die Liebe, die aufhören kann, war niemals echt.“

Jeremy Taylor (1613-1667), englischer Geistlicher

Bana über die Freude am Geschlechtsakt

Bana sagt über seine Geliebte: „Mit ihr werde ich den unaussprechlichen Genuss genießen, der gleich ein Nirwana anderer Art ist, das Wollust heißt. Wie ein Nirwana anderer Art ist es zwar von allen Menschen leicht zu erreichen, dennoch kann es nur durch die Vereinigung erlangt werden. Obgleich es Gegenstand des Tastsinnes ist, greift es dennoch das Herz an. Obgleich es die Sinne blendet, befriedigt es dennoch die Sinne. Obgleich es das Liebesfeuer schürt, löscht es dieses dennoch aus. Obgleich es die Erschöpfung des Körpers bewirkt, erfüllt es dennoch mit Wohlbehagen. Obgleich es unregelmäßige Atmung, Ermattung und Schweiß hervorruft, macht es einem dennoch die Haare zu Berge stehen, was mit dem Einziehen des Atems verbunden ist. Obgleich es genossen wurde, weckt es dennoch das Verlangen, zu genießen. Obgleich es tausendmal genossen wurde, ist es dennoch neu. Obgleich es sehr deutlich ist, so ist es dennoch unmöglich, die ihm eigene Natur zu bestimmen.“

Bana, 7. Jahrhundert n. Chr., Indien, in seinem Werk „Kadambari“

Mimnermus von Smyrna über die Liebe

„Die Liebe ist der einzige Trost im Leben.“

Mimnermus von Smyrna, 7. Jahrhundert v. Chr., griechischer Dichter


als E-Book und als Buch