
Zeitreise 1 – Besuch einer spätmittelalterlichen Stadt
288 Seiten, mit 90 Bildern, Books on Demand GmbH, ISBN 3-8334-2419-2, € 18,90
Vorwort
Auf den ausdrücklichen Wunsch vieler Leser und Leserinnen hin habe ich hiermit die Aufzeichnungen unserer ersten Zeitreise, die in eine spätmittelalterliche Stadt in den Jahren 1437 und 1438 führte und die bisher nur auf dem Internet beschrieben worden war, endlich auch in Buchform herausgegeben. Im Gegensatz zu unseren weiteren Zeitreisen ins Mittelalter – wir haben noch eine Burg im 13. Jahrhundert und zwei Klöster im 14. und 15. Jahrhundert besucht –, musste ich als Leiterin bei dieser ersten historischen Exkursion leider beklagen, dass nicht alle Teilnehmer ins 20. Jahrhundert zurückgekehrt sind. Ich hoffe, dass dies keine (negativen) Konsequenzen für die Geschichte der Menschheit haben wird. Die Notizen der vier Exkursionsteilnehmer Claudia, Heinke, Holger und Kurt, die gegen Ende des Jahres 1989 für einige Wochen in eine spätmittelalterliche Stadt in Norddeutschland geschickt worden waren, werden als Originale wiedergegeben. Auf Korrekturen bezüglich der Rechtschreibung – die Aufzeichnungen wurden vor der Einführung der neuen Rechtschreibung verfasst – und der Grammatik habe ich verzichtet.
Badehäuser waren im Mittelalter bei Jung und Alt und Reich und Arm gleichermaßen beliebt, wie unsere Zeitreisende Heinke in ihren Aufzeichnungen bestätigen kann
P.S.: Wie es den Exkursionsteilnehmern Heinke und Kurt auf ihrer Reise über das Land bezüglich Herbergen erging, ist sehr treffend von Guzmán de Alfarache (1599-1604) beschrieben worden: „Wenn ich vor der Tür meiner Mutter abgesetzt worden wäre, so weiß ich nicht, ob sie mich erkannt hätte; denn ich war so sehr mit Flohstichen übersät, daß ich am Morgen, als ich aufstand, aussah, als hätte ich die Röteln gehabt. Es war kein Flecken mehr am ganzen Körper, im Gesicht und an den Händen, wo noch Platz für einen neuen Stich gewesen wäre.“
Das schönste Lob, das sich wohl jeder Autor für seine Werke von Herzen wünscht, wurde diesem Projekt von zwei Rezensentinnen bei amazon.de erteilt:
„Gäbe es doch mehr davon... Hier sind 6 Sterne zu wenig!:
Ob man nun auf ihrer Homepage stöbert, oder sich immer und immer wieder ihre Bücher zu Gemüte führt: Frau Vogt-Lüerssen ist unerreicht auf dem Gebiet, Geschichte einleuchtend, dynamisch, humorvoll, lebensnah und absolut treffsicher zu schildern! Ich weiß nicht, wie oft ich ihre Bücher schon weiterempfohlen, verschenkt und verliehen habe - bisher konnte ich noch jeden begeistern! Lange Zeit gab es diese Zeitreise nur Online- ich habe nächtelang darüber völlig Zeit und Raum vergessen; war am Ende immer enttäuscht, daß schon wieder Schluß war und begann von Neuem. Hier sind so viele Details festgehalten, als wäre man mit Digitalkamera und Mikrophon durch das MA gestolpert. Ich kann nicht anders: Ein Fan von der ersten bis zur letzten Seite jedes ihrer Bücher zu sein!“
„Sehr kompetent! 20. Juni 2007:
Als Historikerin in der Erwachsenenbildung war ich von diesem Buch angenehm überrascht und aufs Höchste angetan. M. Vogt-Lüerssen überzeugt durch ihre Fachkenntnisse ebenso wie durch ihre plastische und flüssige Art des Erzählens. Hier war eine Geschichtskundige mit großem Sachwissen und viel Liebe zum Detail am Werk. Man fühlt sich ganz zwanglos mitten in historische Szenerien hineinversetzt und kann förmlich darin schwelgen. Sehr beachtlich übrigens auch das Buch der Autorin über Lucrezia Borgia.“
Wer immer diese unbekannten Rezensentinnen sind, ich möchte Ihnen aus vollstem Herzen danken. Wenn mich wieder einmal eine depressive Phase erwischt und ich mich bezüglich meiner Bücher und meiner Webseite frage, was ich da eigentlich tue, ob das, was ich da mache und für das ich soviel Zeit in meinem Leben verwende, überhaupt Sinn und Zweck hat, werde ich mir diese positiven Kommentare anschauen. Sie werden mir Kraft und Zuversicht zum Weitermachen geben.
